Anreise über Singapur

Ferien „down under“ starten immer mit Verzögerung. Es ist schon eine verdammt lange Reise, bis man auf der anderen Seite der Erde ankommt. Diesmal hatten wir die Strecke München-Singapur, Singapur-Auckland mit Singapore Airlines gebucht; der erste Abschnitt des Fluges dauert ca. 11 Stunden, dann weitere 10 Stunden im zweiten Flieger.
 
Anreise
 
Wirklich bequem reist man in der Economy Class nicht, es sei denn, man könnte sich seinen Lebensunterhalt auch als Schlangenmensch verdienen. Auf die lange Dauer der Reise sind die Sitze einfach zu eng, der Typ vor Dir lässt grundsätzlich seine Lehne so weit wie möglich nach hinten, und wenn man vom Fensterplatz aus aufstehen will müssen sich auch noch die beiden anderen Passagiere aus derselben Reihe in den Gang quälen. Der Zeitpunkt muss taktisch gut überlegt sein, damit man nicht mit dem Servicepersonal und dessen Servierwagen kollidiert.

Das Zeitgefühl kommt sehr bald durcheinander. Gerade hat man ein Lunch serviert bekommen und sich zwei Filme angeschaut, da wird kurz vor der Landung in Singapur schon wieder Frühstück serviert. Der Anschlussflug hat kaum seine Flughöhe erreicht, da gibt es ein weiteres Frühstück. Wiederholte Blicke zur Uhr – wie spät ist es jetzt hier und wie spät daheim? Hell und Dunkel kommen zu schnell hintereinander. Wirklich schlafen kann man nicht in den unbequemen Sitzen und außerdem fliegen wir diesmal ständig durch irgendwelche Turbulenzen.

Hetze in Singapur. Bevor wir landen hat der Anschlussflug schon mit dem Boarding begonnen. Egal – der Gang zur Toilette muss sein! Wir sind viel zu warm angezogen mit Jeans und langen Ärmeln. In Singapur spürt man die 25° auch im klimatisierten Flughafengebäude. Dazu „Stille Nacht, Heilige Nacht“ – abgefahren! Die Weihnachtsgefühle haben wir nicht mit eingepackt.

Endlich Ankunft in Auckland, 23 Uhr 45 Ortszeit (11 Uhr 45 daheim). Ein langer Weg vom Gate bis zur Passkontrolle, zum Gepäckband und durch den Zoll. Der Flughafen ist liebevoll gestaltet. Mit einem debilen Dauergrinsen auf dem Gesicht genieße ich die ersten Eindrücke. Durch das Klischee-Maoritor geht es über Laufbänder an Wänden vorbei, die geschickt die typischen John-Howe-Mittelerdebilder kombinieren mit grandiosen Landschaftsaufnahmen vom realen Neuseeland. Ohne Probleme werden wir überall durchgelassen.

Den kostenlosen Shuttlebus zum Ibis Budget Hotel finden wir recht zügig, er kommt auch nach zwei Minuten. Der Bus fährt uns bis 10 Meter vor die Rezeption. Schnell eingecheckt und rauf ins Zimmer; die Dusche ist eine wahre Wohltat. Dann ist nur noch Ausstrecken auf dem Bett angesagt.

Fazit: Mit Singapore Airlines würden wir immer wieder fliegen – super Service, sehr nettes Personal, gute Filmauswahl, das Essen ist o. k. Das Ibis Budget – naja, um ein paar Stunden Ruhe zu finden, bevor es weitergeht, ist es in Ordnung. Die Zimmer sind winzig, aber es ist alles sehr sauber.

 
 
Reiseleiter

Neuseelandfahne

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