Parapara

Der Tag beginnt wenig vielversprechend. Zwar leuchtet uns die Sonne ins Zimmer, aber irgendwie geht alles schief. Ich fülle das Waschmittel zielsicher in das falsche Fach der Maschine und bei dem Versuch, es wieder herauszufischen, wird das Chaos noch größer. Gernot wird der Toast so schwarz, dass der Brandmelder mit einem widerlichen Piepton losgeht und nur durch Demontage zum Schweigen gebracht werden kann. Die Kamera steigt mitten im Dreh aus – Akku leer, alles wieder auf Anfang. Wir haben gestern Abend vergessen, das Licht am Auto auszumachen. Und zu guter Letzt merken wir, dass wir unsere beiden Stromadapter in Masterton vergessen haben.
 
Parapara Inlet
 
Es kann ja nur besser werden! Also gut, wir haben Urlaub, versuchen wir, das Positive zu sehen. Es gelingt mir, den Brandmelder wieder an der Decke zu befestigen. Das Frühstück schmeckt trotzdem. Die Wäsche ist ruckzuck trocken und wandert ohne den Weg übers Bügelbrett (sagte ich es schon? Urlaub) direkt ins Regal. Der Wagen springt an und im ersten Laden, in dem wir es versuchen, können wir tatsächlich einen neuen Adapter erstehen. Am besten hängen wir uns einen Zettel an den Rückspiegel: „Adapter?!“

Apropos Laden: Hier in der Golden Bay ist das mit dem Einkaufen so eine Sache, es gibt nämlich nicht viele Läden. Eigentlich konzentriert sich in dieser Hinsicht alles auf den kleinen Ort Takaka. Der verfügt über eine richtig nette kleine „Shoppingmeile“, die wir heute gleich abwandern. Und siehe da: Der Tag wird doch noch erfolgreich. Wir finden eine deutsche Bäckerei und kaufen erst einmal richtig schönes, deutsches Vollkornbrot. Was für eine Herrlichkeit!

Den Nachmittag verbringen wir gemütlich in Parapara, inklusive einem langen Strandspaziergang. Uns geht’s gut.
 
Parapara Gernot und Bea Strand
 
 

Reiseleiter

Neuseelandfahne

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