Zurück in Sydney

Mittlerweile haben wir den 12. Januar erreicht. Unser Aufenthalt in Tasmanien neigt sich zügig dem Ende entgegen, zu unserem sehr großen Bedauern. Wir haben diese Insel wirklich genossen. Und für eine solch weite Reise nur zwei Wochen einzuplanen ist schon fast fahrlässig!

In der Früh brechen wir zeitig auf zum Flughafen nach Launceston, mittags landen wir schon wieder in Sydney. Wir logieren im selben Hotel wie auf der Hinreise. Den Nachmittag haben wir zur freien Verfügung, die Gelegenheit, aus dem Kombiticket den Eintritt ins Sydney Sea Life Aquarium einzulösen. Mit einem Abstecher ins chinesische Viertel und ausgiebigem Andenkenshopping machen wir uns ein letztes Mal auf zum Darling Harbour. Und wie wir es schon von uns kennen – wir vergessen auch hier wieder die Zeit und kommen fast zu spät zum letzten Punkt der gemeinsamen Gruppenaktivität, einem richtig guten Abschiedsessen mit allen Mitreisenden.
 
Sydney von oben
 
Am nächsten Tag geht es Richtung Heimat. Da der Flug erst am frühen Nachmittag gebucht ist nutzen wir diesen Vormittag in Sydney für einen letzten Abstecher „Downtown“. Im Kombiticket war schließlich auch eine Fahrt auf den Sydney Tower enthalten, von dem wir einen fantastischen Rundblick über die Stadt haben. Jetzt erkennt man erst mal, wie riesig Sydney tatsächlich ist.

Dann stehen uns leider 36 lange Stunden Rückreise bevor, wieder mit Umsteigen in Singapur. In Frankfurt landen wir so pünktlich, dass wir noch einmal fast drei Stunden warten müssen, bis unser Zug nach München abfährt. Irgendwie kann man kaum fassen, dass der Urlaub vorbei ist und uns der Alltag wieder hat. Jetzt bleiben uns nur noch die Fotos und die Andenken. Und der feste Vorsatz, Tasmanien und Sydney ausgiebig wieder zu bereisen.

Fazit

Tasmanien ist anders, als ich vor meinem inneren Auge gesehen habe. Ich bin aber keinesfalls enttäuscht worden – es ist noch schöner, als ich dachte.

Es ist gar nicht so einfach, einen Reisebericht zu schreiben, wenn schon einige Zeit seit der Reise ins Land gegangen ist. Mittlerweile ist es fast dreieinhalb Jahre her seit unserer traumhaften Hochzeitsreise. Ich habe mich beim Schreiben orientiert an den alten Unterlagen des Reiseveranstalters mit dem Reiseverlauf, am Datum der aufgenommen Fotos, an den Erinnerungen meines Mannes und natürlich auch an meinen eigenen – die durchaus nicht immer deckungsgleich sind. Meistens hat Gernot Recht, der weiß sogar auf Anhieb die einzelnen Wochentage für jeden Ausflug. Ich hätte wetten können, dass die Fotos von der kleinen Gefängnisinsel zu Port Arthur gehören, dabei war das schon an der Westküste.

Es ist erstaunlich, welche Details sich in den Vordergrund drängen, ganz persönliche, individuelle Gefühle und Eindrücke – die schmerzenden Füße gleich am ersten Tag zum Beispiel. Die Krämpfe in den Waden beim Heraufkämpfen die Henty Dünen hoch, fast wäre ich auf dem letzten Meter noch hintenüber gefallen und wieder heruntergekugelt. Die genial guten Bratkartoffeln beim Griechen am Salamanca Market, ich habe mir glatt eine extra Portion nachbestellt. Der Schokomuffin von Atompilzgröße im Cradle Mountain Nationalpark, den ich auf mehrere Mahlzeiten verteilt habe. Das Gefühl beim Streicheln eines Känguruhs im Wildpark. Der Unglaube, tatsächlich selber vor Ort zu sein und Flughunde und Kakadus live zu erleben, in freier Wildbahn. Und bei der Rückkehr nach Sydney das Bewusstsein, wie fürchterlich die Luft verpestet ist von Abgasen, auf Tasmanien ist sie klar und rein.

Für die nächste Reise habe ich mir fest vorgenommen, wieder ein Tagebuch zu führen, während wir unterwegs sind. Wales ist schon gebucht, wir freuen uns darauf!
 
Gordon River
 
 

Cradle Mountain

Tasman Devil

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Tasman Devil