Zwei Wochen Sonne tanken in Wales

Es gibt verschiedene Möglichkeiten nach Wales zu kommen. Die Alternative, mit dem Auto zu fahren, haben wir sehr schnell verworfen. Von den hohen Kosten einmal abgesehen hätte ich auch mindestens einen Tag mehr Urlaub nehmen müssen – die Strecke von München aus ist sehr lang, dazu kommt die Überfahrt mit der Fähre.

Da wir auch in Wales natürlich mobil sein wollen haben wir uns 2014 wieder einmal für die Variante fly and drive entschieden. Es gibt in Wales verschiedene kleine regionale Flughäfen, die Verbindungen dorthin sind aber nicht wirklich preiswert. Eine direkte Flugverbindung geht von München nach Birmingham. Ist zwar noch nicht Wales, liegt aber für unsere Reisepläne strategisch günstig.

Anfahrt

In den Urlaub fliegen am Samstag vor Pfingsten? Ein Erlebnis für sich. Am Flughafen ist es brechend voll. Zum Glück kann man ja inzwischen alles automatisch erledigen. Eingecheckt haben wir uns schon gestern online von daheim aus. Die Koffer gibt man auch selber auf. Selbst die Zugangskontrolle zum Flieger geschieht mittlerweile ohne Personal, wir müssen nur unseren Barcode auf den Scanner legen. Wir hoffen, dass wenigstens ein Pilot an Bord ist und der Jumbo nicht vollautomatisch fliegt.

Nach 2 Stunden ruhigen Fluges landen wir pünktlich in Birmingham. Entgegen der wenig viel versprechenden Wettervorhersage ist es in Birmingham sonnig mit einigen Schönwetterwolken. Auch in England regiert am Flughafen die Vollautomatisierung. Die Passkontrolle geschieht wieder mit Scanner und einer Kamera, in die man blicken muss. Die Autovermietung finden wir auf Anhieb. Wir leisten uns einen größeren KIA, der Wagen ist fast brandneu.

Gernot fährt und macht das sehr gut – die tausende Kilometer down under auf der falschen Straßenseite waren ein gutes Training. Leider hatte ich mir die Strecke bis nach Mathry am südlichsten Zipfel von Wales nicht ganz so lang vorgestellt. Auch ohne uns ein einziges Mal zu verfahren sind wir noch knapp vier Stunden unterwegs. Wo es geht drückt Gernot aufs Gas – hoffentlich gibt das keine Knöllchen! Erst auf dem letzten Viertel der Strecke kommt dann der Regen, den wir wegen der schlechten Wettervorhersage eigentlich viel früher erwartet hatten. Als wir unser Ziel erreichen hat er aber auch schon wieder aufgehört.

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Plas y Mabws ist alles andere als einfach zu finden. Die Straßen werden immer schmaler, zuletzt nehmen wir einen Feldweg. Dafür ist unsere erste Unterkunft hier in Wales aber gelungen. Ein altes, weitläufiges Gebäude von 1870, wunderbar modernisiert, die Einrichtung eine geniale Mischung aus den alten, ursprünglichen Elementen und modernen Errungenschaften. Unsere Vermieterin kann uns nicht persönlich in Empfang nehmen, hat aber die Lichter für uns angemacht. Tee und Kaffee stehen bereit, Milch ist im Kühlschrank. Kleine walisische Küchlein werden uns morgen früh das Frühstück retten.

 
 
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